Über mich

Das Leben ist ein Kommen und Gehen...ein ständiger Wandel. Es gibt Dinge, an denen wir verweilen, dann loslassen und weitergehen. Alles hat seine Zeit.

Beim Nähen ist das anders. Da konnte ich nie loslassen. Schon als Kind war ich die Modedesignerin für meine Puppen. Und da mich meine Mutti noch nicht mit ihrer Maschine nähen ließ, fertigte ich alles mit der Hand.

Sabine Suckow
Sabine Suckow

Die Grundsteine dafür erlernte ich bei meiner liebsten Oma, bei der ich regelmäßig die Ferien verbrachte. Oft musste ich wieder auftrennen, weil es schief und jeder Stich für sich doch individuell war. Doch das spornte meine Liebe zum Detail noch mehr an. Als Teenager wurde ich oft gefragt, woher ich denn meine tollen Klamotten bekomme.

Nach meiner Schulausbildung erlernte ich ersteinmal einen soliden bergmännischen (für unsere Region wohl typischen) Beruf, mit dem man "ordentlich Geld" verdienen kann. Dass das nicht alles ist, begriff ich schnell.
Nach meiner Ausbildung kaufte ich mir meine erste eigene Nähmaschine, die beste die es damals gab. Eine VERITAS mit Freiarm und 28 Programmen. Mit entsprechender Literatur brachte ich mir das Schneiderhandwerk selber bei und ich beschneiderte fortan meine Familie, meine Wohnung , Freunde und deren Kinder.

Die wirtschaftlichen Umbrüche in der Wendezeit führten auch mich zu Veränderungen. Jetzt wollte ich meinen Traum Wirklichkeit werden lassen und den Beruf der Schneiderin erlernen. Mein Traum zerplatzte wie eine Seifenblase. Die PGH wurde aufgelöst und viele Schneiderinnen waren ohne Arbeit.
Mit der Ausbildung zur EH-Kauffrau, zur EDV-Sachbearbeiterin und einem halbjährigem Gründerlehrgang legte ich die Grundsteine für meine darauf folgende Selbstständigkeit.

1997 war die Geburtsstunde der Schneiderei und Stickerei Sabine Suckow. Unzählige Firmenlogos wurden gestickt, traumhafte Braut- und Abendkleider genäht.

2000 verschrieb ich mich der Naturbekleidung und arbeite seither vorwiegend mit hochwertigen Naturstoffen.
Eine Harmonie zu schaffen zwischen den hauchzarten bis mitunter rustikalen Naturstoffen, der Schnittführung und den passenden Details ist für mich immer wieder eine Herausforderung. Die Ergebnisse durfte ich national wie international auf Modeschauen präsentieren.

2006 erhielt ich durch die HWK Dresden die Zulassung zur Meisterprüfung. Als Autodidakt durfte ich mit anderen gelernten Schneiderinnen mein Können unter Beweis stellen. So ist mein Traum doch noch wahr geworden.

Seit 2009 unterrichte ich in der Volkshochschule Hoyerswerda dieses Handwerk. Es macht mir große Freude zu sehen, mit welcher Begeisterung das Nähen erlernt wird. In den verschiedenen Kursen und Workshops für Anfänger bis Fortgeschrittene, können Sie Wissen rund um das Schneiderhandwerk erlernen und vertiefen.
Die Kursteilnehmer bringen dazu ihre eigene Maschine mit, damit sie so den fachgerechten Umgang, deren Funktion sowie alles über die Pflege (Reinigung und ölen) erlernen.

"Die Erfolge von morgen gedeihen in Übungsräumen von heute."